Thesen zur Irrtumslosigkeit: These 3

Der Glaube an die Irrtumslosigkeit der Schrift ist keine Glaube an eine Diktatinspiration

Diese These vertieft die vorhergehende These. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie die Bibel entstanden ist. Es gibt eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten:
Auf der einen Seite gibt es die Überzeugung, dass Menschen angestoßen durch eine religiöse Erfahrung ihre Gedanken über Gott und ihre Geschichte mit Gott aufgeschrieben haben. Wenn man überhaupt von Inspiration sprechen möchte, dann nur in der Form, dass die Autoren dazu inspiriert worden sind, etwas niederzuschreiben.

Die andere Seite des Spektrums beinhaltet das, was man “Diktatinspiration” bezeichnet: Gott hat den Autoren der Schrift Wort für Wort ins Heft diktiert. Der Verstand der Autoren hat dabei keine Rolle gespielt, sie haben nichts zum Inhalt beigetragen. Vertreter der Irrtumslosigkeit werden häufig in diese Ecke geschoben. Das ist aber nicht richtig. Ich selbst gehe nicht von einer Diktatinspiration aus.

Ja, Gott hat darüber gewacht, dass alles, was er aussagen wollte, auch korrekt aufgeschrieben worden ist. Aber dabei hat er den Charakter und den Verstand der Autoren nicht ausgeschaltet, sondern begleitet und geleitet.

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