📚 Lexical Commentary on the Pastoral Epistles – First Timothy

Eine neue Kommentarreihe, die Grundlagenmaterial für Wortstudien der drei Pastoralbriefe liefern möchte. Dabei sind sich die Herausgeber der Gefahren und Stolperstein im Umgang mit Wortstudien sehr bewusst:

The notion of “word studies” is viewed derisively in some circles. This is not without some merit, for so-called “word studies” are often built on poor foundations, drawing conclusions that are far afield from the texts on which they are based.

Yet examining the meanings of words, in context, is an important part of proper exegesis.

Mal sehen, ob sie ihren Ansprüchen gerecht werden. Vor ein paar Tagen ist der erste Band über den ersten Timotheusbrief erschienen.

➡️ Ehrmann vs Bauckham über die Zuverlässigkeit der Evangelien

Barth Ehrmann und Richard Bauckham diskutieren auf „Unbelievable?“ über die Zuverlässigkeit der Evangelien. Das erstreckt sich insgesamt über zwei Teile (Teil 1 / Teil 2). Es ist eine sehr lebhafte Debatte. Ehrmann geht dabei etwas aggressiver zur Sache, wie er halt so debattiert. Man spürt förmlich, wie nur britische Zurückhaltung Bauckham stellenweise ruhig bleiben lässt, obwohl er gerne deutlicher kontra geben würde 🙂

Bibelversschubserei

Seit dem ich diesen Blog gestartet habe, bin ich wieder vermehrt bei Facebook und Twitter unterwegs. Wenn man dabei in christlichen Kreisen verkehrt, kommt man um die obligatorischen „Verse des Tages“ nicht herum, die von ganz vielen gepostet werden.

Ich muss ehrlich zugeben: Mich ärgert das oft!

Damit kein Missverständnis entsteht: Ich liebe die Bibel. Aus diesem Grund habe ich Theologie studiert und aus diesem Grund bin ich im hauptamtlichen Dienst unterwegs.

Genau aus diesem Grund aber stören mich diese Verszitate manchmal ziemlich.

Die Bibel ist nicht als Steinbruch für einzelne Verse geschrieben worden. Bis ins 16. Jhrd. gab es nicht einmal eine Verseinteilung. Die meisten Passagen der Bibel sind in einen größeren Kontext hineingestellt, zu dem sie etwas beitragen und der wiederum nötig ist, um diesen einzelnen Abschnitt genauer zu verstehen.

Es gibt natürlich Ausnahmen, wie z.B. die Sprüche, die tatsächlich eigenständig stehende Sätze autonom – also ohne den Kontext – zu verstehen sind.

Ein Vorwurf an Evangelikale lautet manchmal, dass wir dazu neigen, mit Bibelstellen um uns zu schmeißen, ohne den größeren Zusammenhang zu beachten. Unreflektierte Wiedergabe von Versen ohne ihren Zusammenhang bestätigt und unterstützt diesen Eindruck leider.

Ich spreche mich nicht dafür aus, komplett darauf zu verzichten, einzelne Verse hier und da zu posten und weiterzugeben. Aber es sollte mit Vorsicht geschehen und die Bibelstelle sollte die Möglichkeit hergeben, auch ohne den Kontext angemessen verstanden zu werden, erst Recht bei einer großen und vielfältigen Öffentlichkeit wie bei Twitter und Facebook.