Idea: Gewaltandrohng gegen Vorsitzenden der WerteUnion

Offenbar linksextremistische Kreise haben dem Vorsitzenden der konservativen WerteUnion, Alexander Mitsch (Plankstadt bei Heidelberg), Gewalt angedroht. In den Briefkasten seines Privathauses seien „Hass-Schreiben mit Andeutung von Waffengewalt“ eingeworfen worden.

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Gewaltandrohung von linksextremistischen Kreisen? Das kann gar nicht sein, wurde doch wieder und wieder versichert, dass es gar keine linke Gewalt geben kann.

➡️ NZZ: Ehre deinen Vater, auch wenn er schwul ist?

Der richtige Umgang mit sexuellen Fragen ist eine der größten ethischen und seelsorgerischen Herausforderungen überhaupt.

Das zeigt sich auch im Interview zwischen einem homosexuellem Vater und seinem Sohn, dem Generalsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz, der praktizierte Homosexualität ablehnt.

Das Interview zeigt die Spannung, die in diesem Thema steckt, aber auch, wie man trotz der Spannung respektvoll und liebevoll miteinander umgehen kann.

Quelle: NZZ „Ehre deinen Vater, auch wenn er schwul ist?“

Schirrmachers Plädoyer für eine evangelikale Streitkultur

„Allgemeines Priestertum“ und „Allein die Schrift“ oder „Ein Ende der Streitereien zwischen Evangelikalen“

Entscheide dich für Eines von Beiden☝🏼

Das ist sehr kurz zusammengefasst ein Fazit aus Schirrmachers Plädoyer für eine (konstruktive) evangelikale Streitkultur in „Glauben und Denken 2/2019“. Ich kann es nur sehr empfehlen.

Schirrmacher setzt sich darin mit Jürgen Mettes Buch „Die Evangelikalen“ auseinander. Mettes Buch habe ich nicht gelesen. Aber was Schirrmacher in diesem Artikel schreibt kann ich nur zustimmen. Die Disputatio – also das sachliche Streitgespräch von Personen mit unterschiedlichen Meinungen – gehört wesensmäßig zur christlichen und ganz besonders zur evangelikalen Tradition mit dazu. Und das ist nichts Schlechtes.

Das ließe sich nur verhindern, wenn man sich außer auf die Bibel auf eine andere, höhere Autorität beziehen würde, die die verschiedenen Auslegungen und Meinungen entweder verwirft oder in Einklang miteinander bringt. In der Katholischen Kirche ist das das kirchliche Lehramt mit dem Papst also letzter Instanz.

Die evangelische Tradition kennt das nicht. Das Ringen um das richtige Verständnis der Bibel kann also nur in einem nicht endenden Gespräch miteinander geschehen. Das ist anstrengend. Das ist zuweilen auch verletzend und geschieht nicht mit einem christlichen Geist. Daran müssen wir arbeiten. Aber wir dürfen die Freiheit miteinander zu streiten nicht aufgeben, um einen falschen Frieden zu schaffen – der am Ende entweder in Ausgrenzung der „unterlegenen“ Meinung mündet oder in einen „Waffenstillstand“, der den Streit nur unter die Oberfläche vergräbt, wo er weiter schwelt und jederzeit wieder explodieren kann.

Toolbox: Countdown Timer in DaVinci Resolve erstellen

Seit ein paar Wochen poste ich regelmäßig Countdown Timer, die wir seit Neuestem für unsere Gottesdienste verwenden.

Ich hatte nach bereits vorhandenen Timern gesucht. Diejenigen, die ich gefunden habe, waren entweder a) Müll oder b) Teuer oder c) Beides. Darum habe ich nach einem einfachen Weg gesucht, solche Timer selbst herzustellen.

Zum Glück gibt es diese Möglichkeit und das Allerbeste daran ist auch noch: Es kostet nichts!

Und zwar kann man das mit dem Programm „DaVinci Resolve“ von Blackmagic umsetzen. Das ist ein sehr umfangreiches und mächtiges Videobearbeitungsprogramm, das auch in aufwendigen Kinoproduktionen Verwendung findet. Für den einfachen Gebrauch ist es aber kostenlos. Es gibt daneben noch eine Studio-Variante, die knapp 300€ kostet und zusätzliche Funktionen bietet. Die kostenlose Variante ist für meinen Zweck aber mehr als Ausreichend.

Man muss nur bedenken, dass Resolve bestimmte Anforderungen an die Hardware hat. Will man umfangreichere Projekte umsetzen, dann sollten Prozess, RAM und Graphikkarte entsprechende Leistung bieten. Auf der anderen Seite verwende ich es auf meinem Mac Mini 2018 mit 8GB RAM und es lässt sich mit gewissen Einschränkungen nutzen. Wobei ich davon ausgehe, dass ich Probleme bekommen würde, wollte ich bestimmte Funktionen mehr ausreizen.

Gut ist auch, dass das Programm auf allen gängigen Plattformen läuft: Mac, Windows und Linux.

Nach ersten Gehversuchen, habe ich zunächst eine etwas aufwendigere Variante gefunden, um einen Countdown Timer umzusetzen. Das Ergebnis war aber noch etwas holprig. Beim Übergang von vollen Minuten zur nächsten Sekunde der nächsten Minute (z.b. 01:00 auf 00:59), sprang der Timer zu schnell auf die 58. Sekunde. Dadurch lief der Timer unrund, auch wenn das Endergebnis dennoch passte und er voll 5 Minuten runterzählte. Und es war auch sehr aufwendig den Timer umzuarbeiten, weil man mit Keyframes etc. arbeiten musste.

Ich bin jetzt auf ein Video gestoßen, dass den Prozess stark vereinfacht und auch das Problem mit den verkürzten Sekunden gelöst hat.

Ich habe das entsprechende Tutorial auf YouTube hier unten eingebettet. Dazu muss ich nur als Hinweis geben, dass man als Option bei Text+ in Resolve nicht auf „Texttimer“ sondern „Timecode“ zurückgreifen muss. Dann kann man, wie im Video gezeigt, in Fusion bei „Modifiers“ tatsächlich auch die Werte so einstellen, wie im Video gezeigt. Der Trick besteht darin, negative Werte für den Timecode zu verwenden und die passende Frameanzahl anzugeben. Dafür multipliziert man die benötigten Sekunden (z.B. 5*60=300) mit 24 Frames (oder der Frame-Anzahl, die man benötigt) und erhält dann das passende Ergebnis: 300*24=7200.

📚 Buchbesprechung: Zeit des Umbruchs

Es bewegt sich viel in der christlichen Welt. Christliche Kirchen streiten sich über ethische Fragen, z.B. über die Ehe für alle und wie man damit umgehen soll. Bekannte christliche Leiter wie Joshua Harris wenden sich vom Glauben ab. Auch in Deutschland gibt es eine wachsende Gruppe von Christen und christlichen Leitern die „Post-Evangelikale“ genannt werden: Sie sind in einem frommen und konservativen Elternhaus großgeworden. Sie haben dann aber ihren früheren Glauben hinter sich gelassen, weil sie ihn als einengend empfanden und als nicht mehr zeitgemäß.

Markus Till ist eigentlich Biologe. Aber sein „Hobby“ ist die Theologie. Er hat einen Glaubenskurs verfasst und schreibt auf seinem Blog „Aufatmen in Gottes Gegenwart“ über Glaubensthemen. Über seinen Blog ist er ins Gespräch mit Vertretern der Post-Evangelikalen gekommen. Seine Erfahrungen mit diesen Gesprächen und seine Gedanken über diese Spannungen innerhalb der Kirchen hat er in seinem Buch „Zeit des Umbruchs: Wenn Christen ihre evangelikale Heimat verlassen“ verarbeitet.

Das Buch besteht aus acht Kapiteln; dazu kommt noch eine erklärende Einleitung und ein abschließender Ausblick.

In den Kapiteln beschreibt er zuerst den Ist-Zustand, so wie er ihn erlebt. In den Kapiteln 2-4 versucht er herauszuarbeiten, wieso das Gespräch zwischen den verschiedenen Lagern so schwierig ist. Er beschreibt drei mögliche Ursachen: Verletzungen, Vorurteile und Missverständnisse. Dabei analysiert er beide Seiten, wie sie jeweils unter diesen Stichworten die andere Seite betrachten.

In Kapitel 5 versucht er die Knackpunktthemen herauszuarbeiten, die im Zentrum der Diskussionen stehen. Darauf folgt in Kapitel 6 der Versuch, einen Weg aufzuzeigen, wie man trotz der Unterschiede respektvoll und fruchtbar miteinander im Gespräch bleiben kann.

Kapitel 7 beschreibt den Versuch einen Weg zu finden, wie man einerseits fest auf Gottes Wort stehen kann und andererseits keine Mauern errichtet, wo sie nichts Gutes bewirken und der Freiheit des Evangeliums im Weg stehen.

Im 8. Kapitel gibt der Autor der Kirche Ratschläge mit auf den Weg, wie sich die Kirche verändern muss, damit sie weiterhin unverändert die gute Nachricht für die Welt verkündigen kann.

Das ist ein sehr persönlich geschriebenes Buch. Der Autor beschreibt sein eigenes Ringen um die Kirche, und sein Ringen darum, Gottes Wort – so wie er es versteht – einerseits treu zu bleiben und andererseits diejenigen ernst zu nehmen und ihnen mit Respekt zu begegnen, die andere Wege eingeschlagen haben. An keiner Stelle hat man das Gefühl, dass da einer vom hohen Ross herabschaut oder Strohmänner aufbaut, um sie dann niederreißen zu können.

Dieses ehrliche Ringen um die Wahrheit und die Menschen macht dieses Buch zu einem wichtigen Beitrag in der innerkirchlichen Diskussion darüber, was christliche Glaube ist und sein soll.