đŸ“ș glaubendenken: Der frauenfeindlichste Text des Neuen Testaments?

Kaum ein Text ist so schwierig auszulegen und wird dementsprechend auch so unterschiedlich ausgelegt wie 1Tim 2,15. Prof. Armin Baum von der FTH in Gießen nĂ€hert sich diesem Text sehr grĂŒndlich und analytisch. Eine StĂ€rke von Prof. Baum ist seine extensive Quellenarbeit und seine intensive Arbeit am biblischen Text, die auch hier wieder zum Tragen kommt. Am Ende prĂ€sentiert Herr Baum eine Auslegung, die ich sehr ĂŒberzeugend finde. Seine Auslegung ist ĂŒberraschend aktuell und spricht in unsere Zeit hinein.

🔗 AIGG: „Intelligent Design“ und Wissenschaft

Sehr oft wird behauptet, dass Wissenschaft das Wirken eines Schöpfers methodisch ausblenden mĂŒsse, auch in Fragen des Ursprungs und der erstmaligen Entstehung. Das beruht aber auf einem folgenschweren Denkfehler: Zwar sind naturwissenschaftliche ErklĂ€rungen auf naturwissenschaftlich zugĂ€ngliche Faktoren (d.h. GesetzmĂ€ĂŸigkeiten und Randbedingungen) beschrĂ€nkt. Ein Schöpfer ist kein solcher Faktor. Falsch ist aber, wenn man daraus schließen wollte, dass alle ErklĂ€rungen naturwissenschaftlich sein mĂŒssten und also ein Schöpfer auszuschließen wĂ€re. Allein unser Alltagsdenken kennt zwei ganz unterschiedliche Faktoren, durch die wir Dinge erklĂ€ren: Erstens natĂŒrliche Faktoren. Und zweitens geistige oder personale Faktoren, d.h. Personen und ihre Handlungen.

Durch diesen Fehlschluss resultiert fĂŒr  Ursprungfragen eine inakzeptable Vorentscheidung in der Sache: Von vornherein wird ein planvolles und zielorientiertes Handeln eines Schöpfers ausgeschlossen. Damit wird insbesondere ein Grundprinzip wissenschaftlichen Arbeitens aufgegeben, nĂ€mlich die (unvoreingenommene) Suche nach der zutreffenden Antwort.

Reinhard Junker

In meiner Jugend habe ich mich intensiv mit der Frage „Schöpfung oder Evolution“ beschĂ€ftigt. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich mein Wissen so weit ausgebaut hatte, dass ich mich ohne intensiven Einsatz an Zeit und Ressourcen nur im Kreis gedreht hĂ€tte.

Ich selbst bin heute an dem Punkt, an dem ich sagen kann: Mein Glaube an einen Gott ist groß genug, dass ich ihm zutraue, die Welt tatsĂ€chlich in sieben Tagen erschaffen zu können. Ohne dass ich dabei alle offenen Fragen und Probleme einer Schöpfungs-Theorie beantworten könnte.

Auf der anderen Seite reicht meine Einsicht in die Evolutionstheorie, um zu wissen, dass auch die gĂ€ngigen AnsĂ€tze – bei allem, was sie erklĂ€ren können – dennoch enorm viele offene Fragen haben und keine einzelne Theorie mich zufriedenstellend ĂŒberzeugt.

Markus Till veröffentlicht auf seinem Blog „AiGG“ einen Gastartikel von Reinhard Junker, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter bei „Wort und Wissen„. Dort kritisiert Junker zurecht, dass die Evolutionswissenschaft sich selbst ins Knie schießt, weil sie im strengsten Sinne nicht wirklich „wissenschaftlich“ vorgeht.

Wissenschaft unterscheidet sich von Dogmatik und Ideologie dahingehend, dass es der Anspruch von Wissenschaft ist, ohne Vorfestlegungen dorthin zu gehen, wo die Fakten und Beweise einen hinfĂŒhren. Junker kritisiert, dass das im Fall der Evolutionswissenschaft nicht der Fall ist. Denn dort wird axiomatisch – also als vorher festgelegte Grundannahme – ausgeschlossen, dass man das Konzept eines „Schöpfers“ oder „Designers“ als ErklĂ€rung fĂŒr beobachtete Fakten heranzieht.

NatĂŒrlich muss auch die Wissenschaft nicht allen „verrĂŒckten“ Ideen nachlaufen, nur weil jemand das gerne möchte. Wenn jemand behauptet, der Weihnachtsmann ist verantwortlich dafĂŒr, dass an Weihnachten Geschenke unterm Weihnachtsbaum liegen, dann ist es berechtigt, diese Annahme erst einmal nicht ernst zu nehmen. Solange man alternative ErklĂ€rungsmöglichkeiten hat, die man gut begrĂŒnden kann.

Was wĂ€re aber hypothetisch, wenn unter einem Weihnachtsbaum Geschenke liegen und es gibt keine ErklĂ€rungsmöglichkeit dafĂŒr, wie sie dahin gekommen sind? WĂ€re es dann nicht fahrlĂ€ssig, zumindest die Möglichkeit in ErwĂ€gung zu ziehen, dass es einen Weihnachtsmann gibt?

Disclaimer: Ich glaube nicht an den Weihnachtsmann und das ist nur ein ganz schwacher Versuch, Junkers Argument herunterzubrechen. Der Punkt, um den es geht, ist: Wenn alle ErklĂ€rungsversuche versagen, dann sollte man als Wissenschaftler die Offenheit besitzen, sich von den Fakten auch zu den Ergebnissen fĂŒhren zu lassen, die man bisher fĂŒr absurd oder unmöglich gehalten hat.

Jesus im Fokus

Ich habe vor ein paar Wochen ĂŒber die JĂŒnger im Sturm gepredigt, die von den Wellen hin und her geschaukelt werden und Angst bekommen haben.So Ă€hnlich geht es uns aktuell auch: Die Wellen kommen und gehen und schaukeln alles mĂ€chtig durcheinander. Und wir sitzen in unseren kleinen Booten und fĂŒhlen uns ziemlich hilflos.

Facebook hat mir eine Erinnerung von vor einem Jahr hochgespĂŒlt. Damals hat eine falsche Einstellung bei einer Videoaufnahme dazu gefĂŒhrt, dass nicht ich, sondern das Kreuz hinter mir im Fokus war.

Als ich das heute gesehen habe, dachte ich: Das passt, mehr denn je. Vieles bleibt unscharf in unserem Leben. Das darf uns aber daran erinnern, dass es nicht darauf ankommt, dass ich im Mittelpunkt stehe, sondern immer Jesus Christus. Das haben auch die JĂŒnger im Boot erlebt. Sie haben erlebt, wie Jesus die Wellen beruhigt und den Sturm befriedigt hat. Nach dieser Erfahrung haben die JĂŒngern einen klaren Blick dafĂŒr bekommen, wer da mit ihnen im Boot ist. In dem Moment hat es ihnen einen Schrecken eingejagt, der grĂ¶ĂŸer war, als der durch den Sturm.

Auf lange Sicht aber hat dieser klare Blick auf Jesus ihnen geholfen, noch viel grĂ¶ĂŸeren und brutaleren StĂŒrmen im Leben zu trotzen, weil ihr Fokus immer auf Jesus gerichtet war.

Wenn als die Wellen um uns herum hochsteigen und die StĂŒrme uns drohen, dĂŒrfen wir lernen, unseren Blick und unser Vertrauen immer mehr – und nicht immer weniger – auf Jesus zu setzen. Denn Jesus hĂ€lt alle Macht dieser Welt in seiner Hand.

SpaceX Starship SN10

Das das ĂŒberhaupt möglich ist und bereits nach so wenigen Versuchen so gut funktioniert ist schwer zu fassen. Das ist die Zukunft der Raumfahrt und man ist bei jedem Meilenstein dabei.